Rezept Fattigmann

Rezept für das norwegische Weihnachtsgebäck „Fattigmann“

Der Name bedeutet wörtlich „armer Mann“, weil die Kekse früher aus einfachen Zutaten gemacht wurden – heute gelten sie aber als festliches Luxusgebäck, da sie mit Sahne, Eiern und Kardamom verfeinert und in Öl ausgebacken werden. Außen knusprig und zart, innen weich und luftig – ein echter Weihnachtsklassiker aus Skandinavien. 🎄


🕐 Zeit

  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhen: 1 Stunde
  • Backzeit: ca. 20 Minuten

🍯 Zutaten (für ca. 30–40 Stück)

  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 150 ml Schlagsahne
  • 2 EL Cognac, Aquavit oder Rum (optional, für Aroma und Knusprigkeit)
  • 1 TL gemahlener Kardamom
  • 1 Prise Salz
  • ca. 350–400 g Weizenmehl (Typ 405)
  • Öl oder Schmalz zum Frittieren

👉 Zum Bestäuben:

  • Puderzucker

🧑‍🍳 Zubereitung

  1. Teig herstellen
    • Eier und Zucker in einer Schüssel hell und cremig aufschlagen.
    • Sahne, Kardamom, Salz und optionalen Cognac dazugeben und gut verrühren.
    • Mehl nach und nach einarbeiten, bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht.
    • Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde kühl stellen.
  1. Teig ausrollen & formen
    • Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig ca. 2–3 mm dünn ausrollen.
    • Mit einem Teigrad oder Messer Rauten oder Rechtecke (ca. 8–10 cm lang) ausschneiden.
  1. Frittieren
    • Öl oder Schmalz in einem tiefen Topf auf ca. 170–180 °C erhitzen. (Holzlöffel-Test: Wenn sich Bläschen bilden, ist das Öl heiß genug.)
    • Fattigmann portionsweise goldbraun frittieren (ca. 1–2 Minuten pro Seite).
    • Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  1. Fertigstellen
    • Die leicht abgekühlten Fattigmann großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Tradition & Hintergrund:

Fattigmann ist ein echtes norwegisches Kultgebäck und gehört zu den sogenannten syv slag – den „sieben Sorten“ Plätzchen, die traditionell zu Weihnachten gebacken werden. Jede Familie hat ihre eigene Variante – manche fügen etwas Zimt oder Muskat hinzu, andere machen sie besonders dünn und knusprig.

Früher wurden sie nur zu besonderen Anlässen gebacken, weil Eier, Sahne und Öl teuer waren – deshalb der Name „Fattigmann“ („Arme-Leute-Kuchen“) – heute gehören sie zu den beliebtesten Weihnachtsleckereien in Norwegen und Schweden. 🎅

Rezept zum Selbstmachen: Fatigmann

💡 Serviertipp: Am besten schmecken sie frisch mit Kaffee oder Gløgg – und sie sehen auf einer weihnachtlichen Keksplatte wunderschön aus! 🍪✨

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